Handarbeit, CNC und Intelligenz in der Fertigung. Die ersten Modelle und Muster werden mit einfachen Maschinen wie Kreissäge, Bohrmaschine, Dekupiersäge und Oberfräse hergestellt. Die für die Herstellung eines einzelnen Produkts benötigte Arbeitszeit kann dabei sehr lang sein, selbst wenn ganze Serien gefertigt und damit Rüstzeiten (Vorbereitungszeit für das Einrichten eines Arbeitsplatzes/einer Maschine/...) eingespart werden. So kann allein das Aussägen einer Figur mit der Dekupiersäge schon mal 15 Minuten dauern. Auf diese Weise hergestellte Produkte müssten allerdings einen Preis haben, den die meisten Kunden nicht bereit sind zu zahlen.
Wie können aber die Herstellkosten aber soweit gesenkt werden, dass angemessene Preise möglich sind? Zunächst durch den Einsatz größerer und automatisierter Maschinen, die mehrere Stücke gleichzeitig oder in schneller Folge bearbeiten können. Sei es für Sägen, Schleifen, Fräsen, Drehen. Schreinereien und Holzverarbeitungsbetriebe haben inzwischen CNC Fräsen (Computerized Numerical Control), die mit mehreren Werkzeugen ausgestattet sind und einige Bearbeitungsschritte in Folge völlig automatisch durchlaufen. Wenn zur Entwicklung, zur Vorbereitung und zum Ablauf der Produktion CAD (Computer Aided Design), CAM (Computer Aided Manufacturing) und CAQ (Computer Aided Quality assurance) eingesetzt werden, lässt sich schon ein hoher Digitalisierungsgrad erreichen. Kleinserien werden so mit einem reduzierten (menschlichen) Stundenaufwand möglich. Dennoch ist das richtige Einstellen und Bestücken der Maschinen (richtiges Positionieren des Holzes und Entnehmen nach der Bearbeitung aus der Maschine) noch viel Handarbeit, solange es sich nicht um industrielle Fertigungsstraßen handelt.